Knapp zwei Jahre nach dem Startschuss fürs Resale-DSL haben immer mehr Kunden die Möglichkeit, nach dem Auslaufen der Mindestvertragslaufzeit ihren Provider zu wechseln. Ein Wechsel zu einem neuen DSL-Anbieter kann unter Umständen bares Geld wert sein, denn inzwischen sind die Zugangspreise deutlich gesunken. Anders als Einsteiger in das schnelle Internet, die bei der Wahl ihres DSL-Providers auch auf subventionierte DSL-Modems achten sollten, benötigen die Provider-Wechsler oftmals keine neue Hardware. Noch vor einiger Zeit hielten die DSL-Anbieter für diese Kunden spezielle Sonderangebote bereit, inzwischen - das zeigt unser folgender Überblick - sind solche Angebote rar geworden.

In den meisten Fällen bieten die DSL-Reseller Neukunden, die schon einen auf T-DSL basierenden Internetanschluss besitzen, die gleichen Konditionen an wie DSL-Einsteigern - auch wenn diese beispielsweise von ihrem neuen Anbieter gar keine neue DSL-Hardware zu einem subventionierten Kaufpreis beziehen wollen. Teilweise liegen die Anschluss-Einrichtungsentgelte der Reseller für Provider-Wechsler sogar höher als die für Neueinsteiger. Bei welchen Anbietern Provider-Wechsler dennoch in diesem Monat auf besondere Aktionsangebote treffen, verraten wir Ihnen in der folgenden Angebots-Auswahl.

T-Online: Spezielle Komplettpakete für Provider-Wechsler

Neukunden, die ihren bestehenden T-DSL-Anschluss auf einen Resale-DSL-Anschluss der Telekom-Internetsparte T-Online umwandeln lassen wollen und bei Bestellung der 9,95 Euro pro Monat teuren dsl flat auf ein neues DSL-Modem verzichten, erhalten bei T-Online dafür Gutschriften. In Verbindung mit einem DSL-1000-Anschluss entfallen die bei gleichzeitiger Hardware-Mitnahme erhobenen Anschluss-Einrichtungskosten von einmalig 49,95 Euro. In den Wechsler-Komplettpaketen mit 2-MBit/s- und 6-MBit/s-Anschlüssen können die Neukunden statt günstiger DSL-Hardware eine Gutschrift über 30 Euro plus 10 Euro bei Online-Buchung wählen. Kunden, die eines der DSL-Komplettpakete bestellen, binden sich für mindestens zwölf Monate an T-Online.

1&1: Kündigungshilfe vor Auslaufen des alten Vertrages

Kunden, die schon vor dem Auslaufen ihres bestehenden DSL-Vertrags zur United-Internet-Tochter 1&1 wechseln wollen, um beispielsweise die 4,99 Euro teure City-Flat zu nutzen, brauchen nicht die Flatrate-Kosten bezahlen, so lange sich die beiden Vertragslaufzeiten für den DSL-Zugang überschneiden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Neukunden das kostenlose Sofort-Start-Set in Anspruch nehmen oder nicht. Allerdings lohnt sich dieses Angebot eher für bestehende T-DSL-Nutzer, deren gewählter DSL-Tarif noch länger läuft, als für die Kunden eines der DSL-Reseller: Der T-DSL-Anschluss der T-Com lässt sich innerhalb von sechs Werktagen kündigen, bei den DSL-Resellern sind DSL-Anschluss und -Zugang aneinander gekoppelt und in der Regel jeweils mit langen Laufzeiten verbunden.

Die weiteren Aktionsangebote stimmen mit denen für DSL-Einsteiger überein: Die Phone Flat erhält man ein Jahr lang kostenfrei, auch ein Sicherheitspaket kann sechs Monate lang kostenlos getestet werden. Die Bereitstellung eines DSL-1000-Anschlusses schlägt mit 49,95 Euro zu Buche, die eines DSL-2000-Anschlusses mit 19,95 Euro. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate.

Kein Anschluss-Bereitstellungsentgelt bei Lycos

Während bei Lycos DSL-Einsteiger inzwischen 29,95 Euro für die Bereitstellung eines DSL-1000-Anschlusses zahlen, bleibt die Einrichtung für Neukunden, die bereits über einen T-DSL-Anschluss mit dieser Datenrate verfügen, kostenfrei. Dazu können Provider-Wechsler bundesweit die DSL-Flatrate für 4,95 Euro pro Monat buchen und eine sechs Monate lang kostenfreie Sicherheitslösung in Anspruch nehmen. Danach kostet das Sicherheitspaket 4,95 Euro pro Monat. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt zwölf Monate.

Neukunden-Angebote von anderen DSL-Resellern

Keine speziellen aber trotzdem auch für Provider-Wechsler interessante Neukundenangebote finden die DSL-Nutzer bei Anbietern wie AOL, und Strato: Hier fallen jeweils unabhängig von der vorhandenen bzw. gewählten Bandbreite keine Bereitstellungsentgelte für die Resale-DSL-Anschlüsse an. Zudem sparen die Kunden bei AOL drei Monate lang das Flatrate-Tarifentgelt, bei Strato in den ersten zwölf von mindestens 24 Monaten. Strato führt allerdings nicht mehr den kostengünstigeren DSL-1000-Anschluss.

Bereitstellungsentgelte für diese Anschlussklasse erheben die Provider freenet (69,99 Euro), debitel (59,90 Euro) und Tiscali (49,95 Euro), allerdings haben diese drei Anbieter zurzeit zusätzliche Flatrate-Aktionen im Programm, bei denen die Neukunden zumindest über einen längeren Zeitraum das Zugangsentgelt nicht bezahlen müssen. Bei debitel sparen Provider-Wechsler beispielsweise drei Monate lang die Flatrate-Kosten, wenn sie mindestens einen DSL-2000-Anschluss mit einer 24-monatigen Mindestvertragslaufzeit buchen. Eine über die gesamte Vertragslaufzeit kostenlose DSL-Flatrate bietet GMX noch bis Ende August bundesweit an.

Weniger interessant: Bei den DSL-Resellern NGI, One2surf und tlink zahlen Neukunden mit bestehenden T-DSL-Anschlüssen jeweils die Hälfte der üblichen Bereitstellungsentgelte für DSL-Anschlüsse - also knapp 50 Euro. Während der Kunde so bei der Einrichtung von DSL-1000-Anschlüssen Geld spart, zahlt er bei den schnelleren Anschlussklassen mehr als ein DSL-Neuling.

Weitere Tipps

Nicht immer verläuft der Wechsel von einem DSL-Reseller zum anderen reibungslos. Welche Probleme dabei auftreten können und wie Sie den Wechsel am besten abwickeln, steht in unserem aktuellen Ratgeber. Worauf Sie bei der Wahl des neuen Providers achten sollten, lesen Sie in einem weiteren Beitrag. Aktuelle Aktionsangebote für Einsteiger finden Sie auf unserer entsprechenden Infoseite oder in unserem Überblick zum Monatswechsel, die Privatkunden-Standardangebote der Provider auf unseren Tarif-Übersichtsseiten oder über unseren DSL-Rechner.

Quelle

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Pfosten bezogen:
  • Neues aus dem DSL-Bereich - DSL-Angebote von 1&1, Arcor, freenet, Lycos und STRATO
  • Lycos: DSL-Flatrate kostet bundesweit 4,95 Euro
  • Tiscali DSL City Flat noch bis Ende Juni für einen Euro
  • Congster: Ein Jahr lang bundesweite DSL-Flat für null Euro
  • DSL-Flatrates: Aktualisierter Vergleichstest

  • T-Online und Hansenet bekommen Konkurrenz: Mitte 2007 will der Mobilfunkanbieter O2 ein IPTV-Angebot starten. Eigene DSL-Pakete plant die Telefonica-Tochter bereits für Oktober.

    “Ein Internet-Fernsehangebot wird es bei O2 zukünftig geben. Nach unserem DSL-Start jetzt im Oktober rechne ich damit Mitte 2007″, sagte Deutschland-Chef Rudi Gröger dem Magazin “Euro am Sonntag”.

    Bislang gibt es auf dem deutschen Markt mit Hansenet nur einen Anbieter von IPTV. T-Online hat ein eigenes IPTV-Paket für 2006 angekündigt. Allgemein wird mit dem Start des T-Online-Angebots zu Beginn der Bundesligasaison gerechnet, da die Telekomtochter die Internetrechte für die Ausstrahlung der Liga besitzt. Der erste Spieltag der Bundesliga findet am 11. August statt.

    O2, eine Tochter der spanischen Telefonica, will im Oktober ein Komplettangebot aus Mobilfunk- und Internetdiensten einführen. Bis dahin will der Telekommunikationskonzern einen dreistelligen Millionenbetrag in den Ausbau seines Netzes in Deutschland investieren.

    Bis Mitte 2007 sollen mehr als 500 Städte mit der schnellen Internettechnologie ADSL2+ angeschlossen werden, die notwendig ist, um neben Daten parallel auch Telefongespräche und Fernsehen über das DSL-Kabel zu übertragen.

    Die Spanier könnten damit nach eigenen Angaben rund 60 Prozent aller deutschen Haushalte erreichen. Derzeit deckt Telefonica 40 Prozent ab.

    Quelle: spiegel.de

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    Pfosten bezogen:
  • TeleSon vermarktet ADSL2+ Zugänge von QSC

  • Der Internet-Anbieter T-Online ist wieder Bestandteil des Mutterkonzerns Deutsche Telekom. Mit der Eintragung der Fusion in das Handelsregister sei die Verschmelzung wirksam geworden, gab die Telekom am heutigen Dienstag bekannt. Damit verschwindet die im TecDAX notierte T-Online International AG endgültig vom Kurszettel. Da der Telekom zufolge “aus abwicklungstechnischen Gründen” der Umtausch der T-Online-Aktien in neue Aktien der Deutschen Telekom nicht sofort erfolgen könne, beginnt ab morgen für einige Wochen ein Handel mit Umtauschansprüchen auf neue Aktien der Deutschen Telekom. Anzeige

    Die Telekom hatte ihre Internet-Tochter im Frühjahr 2000 zu einem Ausgabepreis von 27 Euro an die Börse gebracht. T-Online-Aktionäre, die ein Barangebot der Telekom nicht angenommen haben, sind jetzt T-Aktionäre geworden. Für 25 T-Online-Aktien erhielten sie 13 Aktien der Telekom. Bei einem aktuellen Kurs der Telekom-Aktie von 12,65 Euro entspricht dies einem Gegenwert von 6,58 Euro je T-Online-Aktie. Als die Telekom im Oktober 2004 ihre Absicht verkündete, T-Online von der Börse nehmen zu wollen, boten die Bonner den freien T-Online-Aktionären noch 8,99 Euro je Aktie.

    Gegen die Wiedereingliederung des Internet-Anbieters hatten zahlreiche Kleinanleger geklagt und – zuletzt auf der Hauptversammlung im Mai – ein besseres Umtauschverhältnis eingefordert. Der Bundesgerichtshof wies die Rechtsbeschwerden in der vergangenen Woche zurück, womit der Weg zur Verschmelzung endgültig frei wurde. Auf einer Marathon-Hauptversammlung, die sich Ende April 2005 über mehrere Tage erstreckte, hatte der Großaktionär Telekom die Wiedereingliederung von T-Online in den Mutterkonzern mit seiner Mehrheit durchgedrückt.

    heise.de

    Umbauten:

    Pfosten bezogen:
  • Drahtloses Highspeed-DSL in Bayern jetzt günstiger
  • O2 plant Internet-TV
  • QSC liefert ADSL2+ Infrastruktur für neus entbündeltes DSL-Angebot von Tiscali
  • congster DSL: Auch im Juni bundesweite Flat für 4,99 Euro
  • TecDax: Freenet springt an